Trickdiebstahl in Wohnungen

+++ Trickdiebstahl in Wohnungen +++
„Hätten Sie mal ein Gläschen Wasser?“ – nicht selten stehen Fremde vor der Tür und bitten um Eure Hilfe. Und leider nutzen nicht selten Kriminelle Eure Hilfsbereitschaft auch aus. Doch Ihr könnt Euch vor vielen Gefahren schützen! Das ist nicht schwer, da die Täter immer wieder ähnliche Tricks anwenden. Wir stellen Euch in den nächsten Posts diese Tricks vor, dann seid Ihr gewappnet. Unsere Broschüre „Sicher zu Hause“ unterstützt dabei. Wir werden Euch die typischen Vorgehensweisen der Täter darstellen, Ihr erhaltet Verhaltenstipps für Eure Sicherheit und erfahrt, was zu tun ist, wenn Ihr tatsächlich Opfer geworden seid.

Allgemein lässt sich sagen:

alle bekannten Täter-Arbeitsweisen lassen sich auf drei Grundmuster zurückführen:

• das Vortäuschen einer Notlage, die scheinbar eine Hilfeleistung oder Unterstützung durch das Opfer in der Wohnung erfordert.
• das Vortäuschen einer offiziellen Funktion, die den Täter vermeintlich zum Betreten der Wohnung berechtigt
• das Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zum Opfer, die eine Einladung zum Betreten der Wohnung nahe legt.

Tipps:
1. Lasst nie Unbekannte in Eure Wohnung
2. Nutzt einen Türspion und eine Sprechanlage
3. Öffnet Eure Tür nur mit vorgelegter Türsperre (z.B. Kastenschloss mit Sperrbügel).
4. Zeigt niemandem Euren Schmuck oder Bargeld
5. Wendt Euch an die Polizei, wenn Ihr befürchten, Opfer einer Straftat zu werden

Beliebt bei Kriminellen sind Tricks an der Haustür. Ziel ist dabei immer, unbemerkt in Ihre Wohnung zu gelangen, um Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen zu entwenden. Dabei wenden die Täter vielseitige Tricks an.

Beispiele:
– Der Glas Wasser-Trick: Täterinnen oder Täter täuschen über Übelkeit oder die Notwendigkeit einer Arzneimitteleinnahme vor und bitten um ein Glas Wasser.

– Der Papier- und Bleistift-Trick: Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht hinterlassen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug sowie Papier und drängen auf eine Schreibunterlage in der Wohnung oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu erfassen.

– Der Blumen- oder Geschenkabgabe-Trick: Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn Blumen oder ein Geschenk abgeben. Dabei drängen sie darauf, die Blumen zu versorgen oder das Geschenk selbst zu verwahren.

Weitere vorgetäuschte Notlagen verbinden sich mit der Bitte,

– wegen eines Wasserschadens im Haus nach einem Rohrbruch in der Wohnung suchen zu dürfen.
– auf dem Balkon seinen entflogenen Vogel oder sein entlaufenes Kätzchen einfangen zu dürfen.
– wegen einer Autopanne, eines Unfalls oder einer Erkrankung das Telefon benutzen zu dürfen.
– die Toilette benutzen zu dürfen.
– ein Baby wickeln oder füttern zu dürfen.

Tipps:
Reicht Stift, Wasser usw. immer nur durch den Türspalt einer per Türsperre gesicherten Tür oder durch das Fenster
Pflegt Kontakt zu Euren Nachbarn und bitten Sie diese gegebenenfalls als Vertrauensperson hinzu.
Seid misstrauisch, wenn jemand vorgibt, Euch zu kennen, oder einen gemeinsamen Verwandten oder Bekannten zu haben.
Lasst Euch von keinem Unbekannten die Einkaufstaschen in die Wohnung tragen.

 

Euer LKA Baden-Württemberg

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